Gewinner des Bayerischen Printmedienpreis 2012 geehrt

25. Oktober 2012

PPV Medien, J. Gotteswinter, MUH und König & Bauer ausgezeichnet
Feierliche Verleihung der Nike am 25. Oktober 2012 in München

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München, 25. Oktober 2012 – Heute Abend wurden im Hubert Burda Saal im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern die diesjährigen Preisträger des Bayerischen Printmedienpreises geehrt. Vor rund 250 geladenen Gästen zeichneten der Freistaat Bayern und die Branchenverbänden Verband Bayerischer Zeitungsverleger e.V. (VBZV), Verband Druck und Medien Bayern e.V. (vdmb) und Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern e.V. (VZB) innovative Konzepte, Ideen und Techniken der Printmedienbranche aus.

 

In der Kategorie „Herausragende unternehmerische Leistungen“ hatte die neunköpfige Fachjury drei Projekte nominiert. Im Wettbewerb um den mit 5.000 Euro dotierten Preis befanden sich WIRED, eine Zeitschrift aus dem Haus Condé Nast, der Frankenpost Verlag mit dem Projekt „Leben in meiner Heimat und die PPVMEDIEN GmbH mit der Produktfamilie guitar. Die Jury entschied sich für PPVMEDIEN und begründete: „guitar“ ist längst nicht mehr nur der Name eines erfolgreichen Special Interest Heftes für Gitarrenfans. Es ist eine starke Marke: Mehrere Schwestermagazine, Kalender, Sonderhefte, Bücher, DVDs und eine umfassende Onlinepräsenz sind inzwischen unter dem Titel „guitar“ zusammengefasst. Weitsichtig und mit viel Mut zur Nische hat die mittelständische PPVMEDIEN durch eine kontinuierliche Diversifikation nicht nur die starke Stellung von „guitar“ auf dem Printmarkt gesichert, sondern auch Marktsegmente abseits des klassischen Zeitschriftengeschäfts erschlossen. Strategisch erfolgreich positioniert, behauptet sich die Marke „guitar“ mit zahlreichen ergänzenden Produkten auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt. Für den konsequenten Auf- und Ausbau der Produktfamilie unter der Marke „guitar“ erhält die PPVMEDIEN den Bayerischen Printmedienpreis für herausragende unternehmerische Leistungen 2012.“ Im Rahmen der feierlichen Veranstaltung überreichte Jochen Kalka, Chefredakteur der Fachzeitschrift Werben & Verkaufen, als Laudator das Preissymbol an die Preisträger in dieser Kategorie.

 

Für die diesjährige Auszeichnung in der Kategorie „Herausragende technische Leistungen“ wurden ebenfalls drei Projekte nominiert. Mit der „Allgäuer Kalendertrilogie“ war die Eberl Print GmbH im Rennen. Die Kösel GmbH & Co. KG wurde von der Jury für die Entwicklung Kösel Farbschnitt nominiert, der es erstmals ermöglicht, die Schnittkanten von Büchern mit vierfarbig gedruckten Motiven zu veredeln.

Das Buch „The Current State of Snowboarding“ der J. Gotteswinter GmbH zeigt traditionelle Verarbeitung in Verbindung mit Modernem. Ein Werk, welches mit seinen Finessen die Jury überzeugte und deshalb von Laudator Max Condula, Präsident der Akademie U5, mit dem Bayerischen Printmedienpreis 2012 geehrt wurde.

Die Jury begründet wie folgt: „Das von der Firma J. Gotteswinter extrem aufwändig produzierte Buch „The Current State of Snowboarding“ ist ein visionäres Beispiel für moderne Buchkunst, die sich durch Qualität, Wertigkeit, und einen hohen Innovationsgrad auszeichnet. Zwei miteinander verbundene Bücher, die einzeln oder auch als Einheit betrachtet werden können. Synchron aufgeschlagen ergeben sie eine eindrucksvolle, in sich schlüssige Komposition. Einzeln betrachtet überzeugen sie mit Inhalt ebenso wie durch die Gestaltung. Die Gestaltung ist – in Analogie zum Snowboard-Sport – voller Tricks und Loops: Papierwechsel, angeschnittene Formate, großformatige Seitenkombinationen durch das verbundene Doppelformat der Bücher, etc. Das Ensemble handverlesener Papiersorten in verschiedenen Stärken und die Verwendung hochwertig umgesetzter drucktechnischer Veredelungen machen „The Current State of Snowboarding“ zu einem herausragenden Beispiel für die Gestaltungsmöglichkeiten mit modernen Drucktechniken.“

 

Für den mit 10.000 Euro dotierten Preis für „Herausragende Leistungen junger Unternehmen“ nominierte die Jury in diesem Jahr drei junge Magazine: Loox, MUH und das Philosophie Magazin. Über den Preis freuen, können sich die Macher von MUH. MUH – Bayerische Aspekte – erstmals erschienen im März 2011 – positioniert sich als Zeitschrift für alle, die sich für Bayern interessieren.

 

Die Jury begründet die Entscheidung wie folgt: „MUH spiegelt das bayerische Lebensgefühl wider und greift Themen auf, die sonst nur selten zur Sprache kommen. Thematisch sind MUH kaum Grenzen gesetzt: Volksmusik, Umwelt, Wirtschaft, Literatur, Dialekt, Mode, Zeitgeschehen und Interessantes aus Geschichte und Gegenwart. Eine erfrischende Sicht auf Bayern und seine Bewohner – und der oft spielerische Umgang mit bayerischen Themen kennzeichnen das junge Magazin, das mit kleinem Team und Budget, dafür mit großem Engagement vierteljährlich auf die Beine gestellt wird. Der Mut zur originellen Einzigartigkeit abseits ausgetretener Pfade und das dahinter stehende Engagement eines jungen Teams wird mit dem Bayerischen Printmedienpreis für herausragende Leistungen junger Unternehmen 2012 gewürdigt.“

 

Mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten wurde in diesem Jahr das Unternehmen König & Bauer AG aus Würzburg geehrt. Medienminister Thomas Kreuzer würdigte den Druckmaschinenhersteller als bayerisches Vorzeigeunternehmen: „Erfindergeist und Innovationsfreude prägen seit über 200 Jahren die Firma König & Bauer. Am Anfang der Erfolgsgeschichte stand die Erfindung der Schnellpresse durch den Firmengründer Friedrich König. Das hat die Drucktechnik revolutioniert. Heute hält das Unternehmen rund 2.500 Patente und jährlich kommen weit über 100 weitere hinzu. Das zeigt: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von König & Bauer tragen die Fackel der Innovation weiter, heute und in Zukunft. Dafür zollen wir mit dem Bayerischen Printmedienpreis 2012 Respekt und Anerkennung!“

 

Neun Experten der Branche saßen in der Fachjury des Preises, um die eingereichten Bewerbungen eingehend zu prüfen und zu bewerten. Die Juroren des Bayerischen Printmedienpreises 2012 waren Prof. Dr. Klaus Altmeppen, Oskar Amann, Hans-Joachim Artopé, Ulrich Brenner, Prof. Dr. Hans-Bernd Brosius, Prof. Dr. Jo Groebel, Volker Nickel und Hansjörg Staehle. Den Juryvorsitz hat der Politologe Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter, der an der Universität Passau lehrt und Direktor des Instituts für Journalistenausbildung in Passau ist.

 

Mit dem Bayerischen Printmedienpreis werden im Zweijahresrhythmus innovative Konzepte, Ideen und Techniken der Printmedienbranche vom Freistaat Bayern in Kooperation mit den Branchenverbänden Verband Bayerischer Zeitungsverleger e.V. (VBZV), Verband Druck und Medien Bayern e.V. (vdmb) und Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern e.V. (VZB) ausgezeichnet. Seit der umfassenden Neugestaltung im Jahr 2008 wird der Preis in drei verschiedenen Kategorien vergeben: Mit jeweils 5.000 Euro sind die Kategorien „Herausragende unternehmerische Leistungen“ und „Herausragende technische Leistungen“ dotiert. Dem Branchennachwuchs ist der mit 10.000 Euro dotierte „Bayerische Printmedienpreis für herausragende Leistungen junger Unternehmen“ gewidmet. Der Bayerische Ministerpräsident vergibt zudem einen undotierten Ehrenpreis.

 

Neben dem Bayerischen Filmpreis, dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Internationalen Buchpreis ist der Printmedienpreis der vierte Staatspreis für die Medienbranche. Wie beim Film- und Fernsehpreis ist eine Figur aus der Porzellanmanufaktur Nymphenburg die Trophäe: eine Darstellung der griechischen Siegesgöttin Nike, die einen Lorbeerkranz in der Hand hält.

 

Presseinformation | 25. Oktober 2012